Gewinde-Reparatur

Geschrieben am 11.05.2009, zuletzt geändert am 18.10.2019
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Heute „nebenbei“ 2 Gewinde des Getriebedeckels an der Lamy repariert – zum ersten Mal.

Also Angst braucht man keine zu haben, und mit dem kleinen Reparatur-Set von BearCoil z.B. (M6 für 16 Euro bei eBay) hat man auch schon alles, was man braucht:

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In der Box:

  • Bohrer für das Kernloch
  • Gewindeschneider für den Coil-Einsatz
  • Eindreh-Werkzeug
  • Mehrere Coils

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Das Vorbohren sollte man sich bei einem ausgerissenen M6 am Motorblock sparen: Erstens nimmt man damit höchstwahrscheinlich mehr „gutes“ Material ab, als nötig, und zweitens ist der Block weich genug, um gleich mit ruhiger Hand und vor allem gerade das Gewinde zu schneiden:

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Nach dem Putzen des neuen Gewindes mit Wattestäbchen wird der Einsatz auf die Einführhilfe gesteckt, und mit Loctite „Fügen Welle/Nabe“ und leichtem Druck eingeschraubt.

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Ohne Absetzen (nur für das Foto) und immer nur rechtsherum – beim Drehen nach Links bricht der Einzugsnippel. Das Loctite fest werden lassen, danach hat man ein schönes M6-Gewinde, das hält.

Dauern tut das ganze keine 3 Minuten, und es funktioniert sowohl bei schon von Luigi „reparierten“ Gewinden:

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als auch bei sauber ausgerissenen:

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Einfacher als gedacht.

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